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INFORMATIK 2016: Cyber-Abwehrstrategien im Cyber-War

Computer, Software und Netze können zu Waffen werden, die Gegner in einem beinahe regellosen Kampf nahezu unsichtbar machen. Gezielte Cyber-Attacken gegen Einzelpersonen, Unternehmen oder auch Regierungen nehmen dramatisch zu. Der Daten-Schwarzmarkt blüht, der Kampf der Cyber-Dschihadisten gegen westliche Werte findet längst auch im Internet statt; Geheimdienste spionieren sich sich gegenseitig im Cyberspace aus. Andererseits werden Cyber-Abwehrstrategien entwickelt, um sich gegen diese Bedrohungen zu stemmen.

In seinem Hauptvortrag ‘Security demands and attempts in the new digital world’ widmet sich Hanns-Thomas Kopf (CEO Atos CEE) am Tag der Informatik am 28.September auf der INFORMATIK 2016 diesem Thema und setzt sich vor allem mit folgenden Fragen auseinander:

  • Wie können neue Technologien tatsächlich unterstützen?
  • Wie genau tragen sie zur Sicherheit der Zivilbevölkerung bei?
  • Welche Einsatzmöglichkeiten haben einzelne Länder?
  • Wie steht Europa im internationalen Vergleich da?
  • Welchen Platz nimmt die europäische Forschung zum Thema Sicherheit im globalen Vergleich ein?
  • Sind wir Vorreiter oder Nachzügler?

 

INFORMATIK 2016 – Hauptvortrag ‘Forschung ohne Informatik – geht das?’

Am Tag der Informatik (28.09.2016) erwarten Sie auf der INFORMATIK2016 spannende Hauptvorträge, die wir hier in diesem Blog kurz vorstellen wollen.

Den Anfang machen wir heute mit Andreas Reuter und seiner Fragestellung ‘Forschung ohne Informatik – geht das? ‘.

Soviel sei schon von seiner Antwort darauf verraten: ‘Man könnte im klassischen Radio-Eriwan-Stil antworten: „Im Prinzip ja, aber …“ , und dann käme eine ziemlich lange Liste von Ausnahmen.’

Es sei ja unstreitig, dass von der Informatik entwickelte Werkzeuge in fast allen Wissenschaftsgebieten eingesetzt werden. ‘Nach einigen Studien entfallen in wissenschaftlichen Großprojekten mittlerweile 25%-50% der Gesamtkosten über die Projektlaufzeit auf die Entwicklung der (projektspezifischen) Software-Werkzeuge.’ Aus methodischer Sicht könne festgestellt werden, dass Software-Werkzeuge „Experimente“ ermöglichen, die in der Realität nicht möglich wären (Simulation), und dass sie die Analyse von Datenmengen erlauben, die auf keine andere Weise verarbeitet werden könnten.

In diesen Aufzählungen sei aber immer von „Werkzeugen“ die Rede, wenn es um den Beitrag der Informatik geht.

‘Heißt das, dass die Informatik „nur“ eine Hilfswissenschaft ist, die anderen Disziplinen ermöglicht, ihre Arbeiten schneller, besser, effektiver zu erledigen? Auch wenn das nicht grundsätzlich schlecht ist, muss man doch fragen, ob es über die Bereitstellung von Werkzeugen hinaus genuin „informatische“ Beiträge zum Methodenvorrat der „Computational Sciences“ gibt.’  Diese Frage wird der Vortrag aus verschiedenen Perspektiven diskutieren.